Priorisiertes Zielkundenprofil auf Basis von n=9-Kundenbefragung, 4 ICP-Schärfungsinterviews und n=28 Mitbewerberanalyse.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Mitarbeitende | 50–300 MA; Sweet Spot 80–200. Komplexität schlägt Kopfzahl: Ein 60-MA-Unternehmen mit Großkundenstruktur passt besser als ein 150-MA-Unternehmen ohne externen Druckkontext. |
| Budget | Kein hartes Kriterium; ausreichendes Budget muss vorhanden sein. Unternehmen unter 30 MA scheiden meist aus Budget- und Kapazitätsgründen aus. |
| Rechtsform | GmbH, GmbH & Co. KG, inhabergeführter Mittelstand. Entscheidungen liegen bei der GF — keine langen Konzernfreigabeketten. |
| Interne Struktur | Mindestens eine dieser Funktionen intern vorhanden: IT-Leitung, kaufmännische Leitung, HR, Rechtsabteilung oder Datenschutz-Koordination. Kein dedizierter professioneller ISB (wäre ein Ausschlusskriterium). |
| Geografie | DACH-Region (keine weitere Einschränkung aus den Daten ableitbar). |
Abgeleitet aus den 4 ICP-Interviews — Konsens mit leichten Abweichungen bei Einzelbranchen.
Im Kaufprozess sind typischerweise 3–4 Rollen beteiligt — mit sehr unterschiedlicher Funktion.
Budgetentscheider und finale Freigabe. Gleichzeitig häufigster Blocker, wenn die Geschäftskonsequenz nicht klar kommuniziert wird.
Budget-EntscheiderTüröffner und interner Treiber — spürt den externen Druck am direktesten. Gut über LinkedIn identifizierbar.
Türöffner & TreiberTüröffner, wenn das Thema bei Controlling oder Budget aufgehängt ist. Ansprechbar über ROI- und Haftungsargumente.
TüröffnerUnterschätzter Einstiegspunkt, wenn Datenschutz oder Informationssicherheit organisatorisch bei HR liegt.
TüröffnerInterner Treiber mit Fachkompetenz. Kein Budgetentscheider, aber wichtige Stimme für die GF.
Interner TreiberIT-Leiter (wenn er keine Kapazität will) und die GF selbst (wenn Relevanz nicht erkannt wird). Jeder, der das Thema nicht priorisiert.
BlockerDer wichtigste Filter für Kampagnenplanung: Die meisten Anbieter kommunizieren über Trigger, die nur Informationsinteresse erzeugen.
Gewichtung aus n=9-Kundenbefragung. Das Problem ist nicht Unwissen — es ist die Umsetzung unter begrenzten Ressourcen.
| Kriterium | Gewicht | Was das für BBG bedeutet |
|---|---|---|
| Fachliche Kompetenz & Erfahrung | 8 | Muss erkennbar sein — nicht nur behauptet, sondern nachvollziehbar durch Cases und konkrete Sprache. |
| Pragmatismus & Umsetzungsorientierung | 8 | Kein Theorie-Anbieter. Der Markt will Fahrpläne, keine Gutachten. |
| Klarer Fahrplan & Transparenz | 8 | Wer zeigt, wie der Weg aussieht, gewinnt Vertrauen vor dem Angebot. |
| Persönliches Vertrauen | 7 | Beziehungsaufbau entscheidend. Keine anonyme Dienstleistung. |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | 6 | Nachrangig, aber Transparenz über Aufwand und Umfang wird klar erwartet. |
Die entscheidende Ebene für Tonalität und Messaging — wird in der Branche fast überall ignoriert.
Der GF will Compliance "vom Tisch haben" — sicher, nachweisfähig, ohne Overkill. Keine intrinsische Begeisterung für das Thema.
Man handelt, weil man muss — wegen Kunden, Prüfern, Versicherungen. Nicht weil man es für strategisch wichtig hält.
Die Zielgruppe kennt die Buzzwords (NIS2, ISMS, ISO), weiß aber nicht, was das konkret für ihr Unternehmen bedeutet und wo sie anfangen soll.
Bevor fachliche Argumente wirken, muss Vertrauen entstehen. Wer zu früh zu fachlich wird, verliert die Zielgruppe.
Etwas versäumen, das teuer wird. Und in etwas überinvestieren, das gar nicht notwendig war. Beides hemmt die Entscheidung.
Die interne Fachperson, die das Thema vorantreibt, braucht keine Fachtiefe von BBG — sie braucht Argumente für die GF.
Der konkrete externe Druck: Kundenanforderung, Lieferantenprüfung, Sicherheitsvorfall — das sind die relevanten Aufhänger, nicht das Gesetz selbst.
Handlungsfähigkeit: Klarheit, Fahrplan, Prioritäten. Nicht "wir machen alles" — sondern "Sie wissen danach, was zu tun ist."
Pragmatismus und Fachtiefe in Kombination, erkennbar an konkreter Sprache, realen Beispielen und einem nachvollziehbaren Weg.
Dieser ICP ist eine belastbare Hypothese. Echte Kundendaten würden ihn von Hypothese zu Tatsache machen.
| Frage | Warum wichtig | Wie klären |
|---|---|---|
| Welche Branchen konvertieren bei BBG tatsächlich am besten? | ICP-Hypothese vs. reales Kaufverhalten | Bestandskundenliste analysieren |
| Welche Kundengröße hat die höchste Retention / den höchsten LTV? | Priorisierung im Vertrieb | CRM-Auswertung |
| Was waren die konkreten Auslöser bei gewonnenen Deals? | Messaging-Schärfung | Win-Analyse mit Vertrieb |
| Warum wurden Deals verloren? | Blocker- und Einwandbehandlung | Loss-Analyse |
| Funktioniert AI Act wirklich als Pull-Thema? | Kampagnenentscheidung Sprint 1 | Test-Sprint: Suchvolumen + Landingpage-Conversion |